Works on & with Paper

tl_files/bender/Ausstellungen/Works on and with Paper_2015/Titel WoawP.jpg      Helmut Dirnaichner / John Fraser / Edda Jachens /
Manfred Jäger / Matt McClune / Ole Müller /
Rakuko Naito / Jocelyne Santos / Bill Thompson /
Reinhard Wöllmer
 
 
 
 
Ausstellung vom 10. Juli bis 14. August 2015
Duration of the show from July 10th to August 14th, 2015
 
 
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Ausstellungsansicht "Works on & with Paper", Galerie Renate Bender, 2015
 
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht "Works on & with Paper", Galerie Renate Bender, 2015
 
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht "Works on & with Paper", Galerie Renate Bender, 2015
 
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht "Works on & with Paper", Galerie Renate Bender, 2015
 
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht "Works on & with Paper", Galerie Renate Bender, 2015
 
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht "Works on & with Paper", Galerie Renate Bender, 2015
 
Ausstellungsansicht
Ausstellungsansicht "Works on & with Paper", Galerie Renate Bender, 2015

 

Helmut Dirnaichner

Helmut Dirnaichner wurde 1942 in Kolbermoor, Bayern geboren. Er lebt und arbeitet in München, Mailand, Italien und Apulien, Italien.

Helmut Dirnaichner zerstösst, zermahlt und zerreibt Erden, Steine und Mineralien, bis ein Granulat entsteht. Diese Mineralsubstanz wird ohne Bindemittel in Zellulose hineingeschöpft. Sie durchdringt den so entstandenen fragilen Bildkörper und verleiht ihm abwechslungsreiche Oberflächenstrukturen. Denn die Körnchen werfen Schatten, reflektieren Licht, verleihen Tiefe. Verschiedene Farbtöne treten in Korrespondenz zueinander; feine Reliefs entstehen, die Geschichten erzählen von den verwendeten Materialien.

 

Helmut Dirnaichner was born in 1942 in Kolbermoor, Bavaria. He lives and works in Munich, Germany, Milan, Italy and Apulia, Italy.

Helmut Dirnaichner crushes, grinds and pulverizes earth, stones and minerals to form granules. This mineral substance is then scooped into cellulose without a binder. The granules permeate the resulting fragile object, rendering a richly varied surface structure. The particles throw shadows, reflect light and create depth. Various shades of color interact with one another, and fine reliefs appear that narrate the history of the materials used.

Helmut Dirnaichner, “Adriatico” – 2014 Lapislazuli, Azurit, Zellulose auf Holz/Lapis lazuli, azurite, cellulose on wood 43 x 51,5 cm
Helmut Dirnaichner, “Adriatico” – 2014
Lapislazuli, Azurit, Zellulose auf Holz / Lapis lazuli, azurite, cellulose on wood
43 x 51,5 cm

 

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John Fraser

John Fraser wurde 1952 in Chicago, IL, USA geboren. Er lebt und arbeitet in St. Charles, IL, USA.

John Fraser arbeitet in der Tradition der Collage, der Geometrischen Abstraktion und des Minimal. Er verwendet Fundstücke aus Papier und Holz, die er während seiner Reisen sammelt. Unter den Materialien, die der Künstler bevorzugt, sind Bücher, genauer gesagt Vorsatzpapiere, Umschläge, Buchrücken und Bindungen, die als Metapher und zur freien Gestaltung dienen. Diese Arbeiten sind kumulativ, still, zurückhaltend und zeitlos in ihrer Erscheinung. Die zarten Collagen, die Fraser seit mehr als 30 Jahren feinfühlig komponiert, zählen zu den subtilsten Arbeiten dieser Art.

 

John Fraser was born in 1952 in Chicago, IL, USA. He lives and works in St. Charles, IL, USA.

John Fraser works within the traditions of collage, geometric abstraction and minimalism, employing found materials, including paper and wood, from various sources found in his travels. Among the materials the artist favors are books, specifically their endpapers, their covers, spines and bindings, which are all in service of incident and metaphor. This work is accumulative, quiet, restrained and timeless in its appearance. The delicate collages that Fraser sensitively creates, for more than 30 years now, belong to the most subtle works of this kind.

 

John Fraser, “Meditation Object III” – 2015 Collage, Mischtechnik/Collage, mixed media 51,5 x 11,5 x 3 cm
John Fraser, “Meditation Object III” – 2015
Collage, Mischtechnik / Collage, mixed media
51,5 x 11,5 x 3 cm

 

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Edda Jachens

Edda Jachens wurde 1960 in Bremen geboren. Sie lebt und arbeitet in Stuttgart.

Edda Jachens, deren konkrete Formensprache sich über einen langen Zeitraum entwickelt hat, benutzte vorwiegend das Phänomen von transparent-milchig erscheinendem Paraffin um ihre Malerei wie hinter einem Schleier dem direktem Blick zu entziehen. Bei den jüngsten Arbeiten auf Papier erlaubt sie sich selbst und ihrem Werk eine ungewöhnliche Freiheit, indem Papier, Farbe und Wachs zu einer Einheit auf einer Ebene verschmelzen. Die zarten, zumeist mit Graphit und Farbstiften angelegten grafischen Ornamente verleihen diesen Arbeiten eine außerordentliche Fragilität.

 

Edda Jachens was born in 1960 in Bremen, Germany. She lives and works in Stuttgart, Germany

Edda Jachens, whose concrete language of form has developed over time has always used the transparent-milky appearance of paraffin to hide, as if behind a veil, her painting from the viewer. In her most recent works on paper an unusual freedom arises where the heavy hand-made paper, paint and paraffine melt together on one level. The delicate ornaments, generally executed with graphite and colored pencils, lend these works an extraordinary fragility.

 

Edda Jachens, “KREISE 150115” – 2015 Graphit und Paraffin auf Bütten/Graphite and paraffin on hand made paper 71 x 52 cm

Edda Jachens, “KREISE 150115” – 2015
Graphit und Paraffin auf Bütten / Graphite and paraffin on hand made paper
71 x 52 cm

 

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Manfred Jäger

Manfred Jäger wurde 1942 in Oberreifenberg geboren und verstarb 2009 in München.

Manfred Jäger sah sich als Vertreter einer abbildlosen, reinen Malerei, in der die Farbe, der Bildraum und die Lichtdurchlässigkeit des Farbauftrages das Wesentliche sind. In seinen Zeichnungen, die wir zum ersten Mal zeigen, ließ er ein dichtes Geflecht aus vielfarbigen Linien sich immer wieder überlagern, so dass ein tiefenwirksamer Bildraum entstand. Parallel dazu entwickelte er Grafiken von leuchtender Farbigkeit und hoher Druckqualität.

 

Manfred Jäger was born in 1942 in Oberreifenberg, Germany. He died in 2009 in Munich, Germany.

Manfred Jäger saw himself as a representative of an abstract, pure form of painting in which color, pictorial space and translucent color application were the essential elements. In his drawings, which we are showing for the first time, colored lines, superimposed upon one another in a dense network, create a pictorial space of impressive depth. Parallel to his drawings, the artist has produced graphic art with brilliant coloration and excellent printing quality.

 

Manfred Jäger, “Z. 731” – 1993 Zeichnung auf Büttenpapier/Drawing on hand made paper 65 x 50 cm

Manfred Jäger, “Z. 731” – 1993
Zeichnung auf Büttenpapier / Drawing on hand made paper
65 x 50 cm

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Matt McClune

Matt McClune wurde 1973 in Worcester, MA, USA geboren. Er lebt und arbeitet in St. Romain im Burgund, Frankreich.

Es ist immer das spannende Spiel sich überlagernder Farb- oder Materialschichten in der Arbeit dieses amerikanischen Künstlers, das fasziniert. Während er bei seiner Malerei auf eloxiertem Aluminium mit der Reflexion dieser Tafeln arbeitet, ist es in seinen neuen Werken die Transparenz der verschiedenen Materialien selbst mit den darauf hauchdünn aufgetragenen Farbschichten, die die Illusion unglaublicher Tiefe verleiht. Neben reflektierenden Metallen und Transparentpapieren experimentiert er auch mit verschiedenen gefundenen oder recycelten Stoffen wie Segeltuch, welche in unterschiedlicher Weise mit den durchscheinenden Farbschichten interagieren.

 

Matt McClune was born in 1973 in Worcester, MA, USA. He lives and works in St. Romain, France.

Whether painting on a metal support or paper, there is always a fascinating play between the many layers in the work of this American artist. Whereas his paintings on anodized aluminum utilize the reflective quality of the metal, in this new body of work it is the translucency of the various materials that are used to create the illusion of great depth. Along with reflective metals and translucent paper, he has been experimenting with various “found” or “recycled” fabrics or sailcloth, all of which interact in different ways with its transparent layers of paint.

Matt McClune “Untitled work on paper” 2015 Mischtechnik/Mixed media gerahmt/framed 70 x 60 cm

Matt McClune, “Untitled work on paper” – 2015
Mischtechnik / Mixed media
gerahmt / framed 70 x 60 cm

 

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Ole Müller

Ole Müller wurde 1970 in Hamburg geboren. Er lebt und arbeitet in München.

„Recycling“ ist in der Bildenden Kunst keineswegs neu. Fundstücke zu verwerten oder gar in Bilder einzuarbeiten, umzustrukturieren und anderweitig zu verwerten, gehört zu den klassischen Transformationsprozessen. Printprodukte und Farbpapiere aller Art sind Ausgangspunkt für Ole Müllers bildhauerisches Werk. Mit selbst konstruierten Pressen und ausgeklügelten Verleimungs- und Trocknungstechniken schafft er sich ein neues Rohmaterial und transformiert es durch Schleif- und Lackierprozesse zu Bildobjekten, die einerseits farbintensiv, anderseits feinststrukturiert in ihren Oberflächen den Betrachter zum Spürhund werden lassen.

 

Ole Müller was born in 1970 in Hamburg, Germany. He lives and works in Munich, Germany.

“Recycling” in art is nothing but new. To use, include or rework formerly found items in a new piece of art has been used by many artists over the last decades. Printed products and colored paper of all kinds are the starting point for Ole Müller’s sculptural work. With self-made presses and sophisticated gluing and drying techniques, he creates new raw material, which he transforms into pictorial objects by applying sanding and varnishing processes. The intense colors of his objects contrast with their finely structured surfaces, inviting the viewer to take a closer look.

Ole Müller, WZ 012015 – 2015 Gepresste Papiere/Pressed paper 9 x 9 x 3 cm

Ole Müller, WZ 012015 – 2015
Gepresste Papiere / Pressed paper
9 x 9 x 3 cm

 

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Rakuko Naito

Rakuko Naito, geboren in Tokyo, Japan, lebt und arbeitet seit 1958 in New York City, NY, USA.

Rakuko Naito zielt ab auf die Eigenschaften von Papier, sei es gerollt, gefaltet, zerknittert, gerissen, geschichtet oder leicht angesengt. Die Formen, die Kanten und die Textur des Papiers selbst werden zum Element ihrer künstlerischen Arbeit, der sie dann die endgültige Form durch ihre ureigene Vorstellung und ihren Ordnungssinn gibt. Ihre Schöpfungen aus feinsten Papieren unterschiedlichen Ursprungs werden in neutralen weißen Boxen präsentiert. Die jüngste großformatige Arbeit zeigt komplexe, vielfach überlagerte Schichten kleinteiliger, gefalteter, am Rand vorsichtig angesengter Papiere.

Rakuko Naito, born in Tokyo, Japan, has lived and worked in New York City, NY, USA, since 1958.

Rakuko Naito focuses on the properties of paper, whether rolled, folded, crumpled, torn, layered or slightly singed. The forms, edges and texture of the paper itself are elements of her artistic work, which she shapes into its final form with her unique vision and sense of order. She uses the finest papers of various origins in her creations and presents them in neutral, white boxes. Her most recent large-scale work shows the complex layering of tiny, folded pieces of paper with gently burnt edges.

Rakuko Naito, “RN2338-1/2-3-1/2’13” – 2013 Papier gefaltet, angesengte Ränder/Folded paper with singed edge 97,8 x 97,8 x 8,9 cm

Rakuko Naito, “RN2338-1/2-3-1/2’13” – 2013
Papier gefaltet, angesengte Ränder/Folded paper with singed edge
97,8 x 97,8 x 8,9 cm

 

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Jocelyne Santos

Jocelyne Santos wurde 1952 in Paris, Frankreich geboren. Sie lebt und arbeitet in Semur-en-Auxois, Frankreich.

Die unendliche Vielfalt der Strukturen und Eigenschaften von Papier, seine haptische Qualität, reizt die französische Künstlerin. Die eigens für die Ausstellung konzipierte raumspezifische Wandinstallation aus bunten, lichtdurchlässigen Papieren spielt mit Überlagerungen von Farbe und der Reflexion des Lichtes. Santos verwendet zartes Restauratoren-Papier, welches sie mit Farben, die sie aus Pigment und Bindemittel eigens anmischt, einfärbt. Federleicht schwingen die Papiere beim Vorübergehen im Luftzug und sprechen auf vielfältige Weise die Sinne des Betrachters an.
 
Jocelyne Santos was born in 1952 in Paris, France. She lives and works in Semur-en-Auxois, France.

The infinite variety of structures and features of paper – its haptic quality – is of special interest to Jocelyne Santos. The wall installation made of colored, translucent paper, which was created specifically for the spatial environment of the exhibition, plays with the layering of color and the reflection of light. Santos uses delicate restaurateur paper which she colors with paint she makes from pigment and binder. The paper, light as a feather, swings in the air as viewers walk by, engaging their senses in a variety of ways.

Jocelyne Santos, “Breath” – 2010 Eingefärbte Papiere, an die Wand geklebt/Colored pieces of paper, glued on the wall 280 x 460 cm, Installationsansicht/Installation view Kunsthalle Faust, Hannover

Jocelyne Santos, “Breath” – 2010
Eingefärbte Papiere, an die Wand geklebt/Colored pieces of paper, glued on the wall
280 x 460 cm
Installationsansicht/Installation view Kunsthalle Faust, Hannover

 

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Bill Thompson

Bill Thompson wurde 1957 in Ipswich, MA, USA geboren. Er lebt und arbeitet in Boston, MA, USA.

Bill Thompsons 2011 entstandenen vier Acrylarbeiten auf Papier sind jede für sich eigenständig und doch als harmonische Reihe gedacht. Sie verkörpern eine ihm typische ästhetische Bildsprache und sie alle beziehen
sich auf Thompsons Vergangenheit als Maler. Die Reihe beinhaltet Formen und Konstruktionen, die in Thompsons dreidimensionalem Werk bislang so nicht möglich gewesen waren. Sie steht somit für eine Loslösung von den technischen Anforderungen einer Skulptur und weist gleichzeitig auf die Möglichkeiten künftiger dreidimensionaler Werke hin. Kurze Zeit nach der Entstehung schuf Thompson neue Skulpturen, deren Vorderseite durch einen scharfen Grat durch die Mitte akzentuiert wird.

Bill Thompson was born in 1957 in Ipswich, MA, USA. He lives and works in Boston, MA, USA.

The four acrylic works on paper from 2011 were conceived as a disparate but harmonious set. Each one embodies the artist’s distinct aesthetic dialect and references his past as a painter. The series includes forms and constructs
that would not have been possible in his three-dimensional work. It thus represents a release from the technical demands of sculpture and points at the same time to the possibilities for future carved work. Shortly
after the execution of this set, Thompson created new sculptures, the front side of which is accentuated by a sharp ridge running through the middle of the object.

Bill Thompson “Untitled” – 2011 Acryl auf Fabriano Papier/ Acrylic on Fabriano paper 76 x 56 cm

Bill Thompson
“Untitled” – 2011
Acryl auf Fabriano Papier/Acrylic on Fabriano paper
76 x 56 cm

 

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Reinhard Wöllmer

Reinhard Wöllmer wurde 1957 in Nürnberg geboren, wo er lebt und arbeitet.

Färben, Formen, Schneiden, “Verräumlichen” als künstlerischer Prozess bestimmen die Papierobjekte von Reinhard Wöllmer. Das Systematische wird stets ausbalanciert durch eine Betonung des Haptischen. Bei seinen jüngsten Arbeiten setzt er Büttenpapiere ein, die mit buchbinderischen Mitteln hintereinander geschichtet sind und so Einblicke in das Dahinter ermöglichen. Je nach Menge und Richtung des Lichteinfalles entsteht ein subtiles Spiel reizvoller farbiger Reflektionen, da die Rückseiten teils mit kontrastierenden Farben hinterlegt sind.

Reinhard Wöllmer was born in 1957 in Nuremberg, Germany, where he lives and works.

Coloring, shaping, cutting and “spatializing” are the artistic processes Reinhard Wöllmer uses to create his paper objects. The systematic aspect of his art is always counterbalanced by emphasis on the haptic. In his most recent work he layers hand-made papers using book-binding methods that open up a view onto what is behind. Since color is partially applied to the reverse side, a subtle play of fascinating and multihued reflections arises, depending on the intensity and direction of light falling on the work.

Reinhard Wöllmer, „Farbraumrelief Front (Nummer 2) – 2015 Büttenpapier, Acrylfarbe reflektierend/Hand made paper, reflecting acrylic paint 38 x 53,5 x 7 cm

Reinhard Wöllmer, "Farbraumrelief Front (Nummer 2)" – 2015
Büttenpapier, Acrylfarbe reflektierend/Hand made paper, reflecting acrylic paint
38 x 53,5 x 7 cm

 

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