Fifty Shades of Red

Fifty Shades of Red

Hellmut Bruch · Inge Dick · Helmut Dirnaichner · Alfonso Fratteggiani Bianchi  · Rosa M Hessling · Manfred Jäger · Bim Koehler · Maria Lalic · Matt McClune · Jus Juchtmans · Robert Sagerman · Regine Schumann · Lars Strandh · Jeremy Thomas · Bill Thompson · Peter Weber

tl_files/bender/images/iconPDF.gif Katalog zur Ausstellung

 

Ausstellungsdauer vom 13. Mai bis 2. Juli 2016
Duration of the show from May 13th to July 2nd, 2016

 
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Bender Talk:
"Fifty Shades of Red - von Azaleenrot bis Zinnober"
mit Dr. Georg Kremer

am Donnerstag, 2. Juni, Beginn 19 Uhr

 

FIFTY SHADES OF RED 

„Die höchste aller Farberscheinungen...“, zu der Goethe das Rot in seinem Werk „Zur Farbenlehre“ erhob, erklärt nur zum Teil die Faszination, die von dieser Farbe ausgeht. Ein rotes Signal lässt uns aufmerken, ob nun als Warnung im Straßenverkehr oder als Zeichen der Reife in der Natur. Wertschätzung widerfährt dem, der auf einen roten Teppich gebeten oder in kostbares Purpur gekleidet wird. Ist Rot tatsächlich die älteste bekannte Farbbezeichnung? Reagiert unser Auge auf Rot ganz besonders empfindlich? Assoziiert Rot bei jedem Blut und Feuer oder Liebe, Lust und Leidenschaft? Man kann wohl vieles bejahen und doch hängt es von dem ureigenen, persönlichen Empfinden ab, wie man auf diese dominante Farbe körperlich wie auch seelisch reagiert. 

Wieder einmal waren es die Pigment- gefüllten Gläschen von Kremer-Pigmente, die in ihrer unglaublichen Vielfalt an Rottönen geradezu Ehrfurcht erwecken vor dem Wunder Farbe und ihrem Umgang in der Kunst, die Pate standen für die Ausstellung „Fifty Shades of Red“. Denn nach der ersten Rot-Ausstellung im Jahr 2008, noch in den alten Galerieräumen in Schwabing, ließ mich das Thema nicht mehr los. Viele meiner Künstlerinnen und Künstler sind wahre Pigment-Experten und erarbeiten für jedes ihrer Bilder immer wieder neue Farbverbindungen und Techniken. Oder gehen geradezu wissenschaftlich an die Frage des Ursprungs von Farbe und Pig- ment heran, wie beispielsweise die britische Malerin Maria Lalic ́. Für ihren Werkzyklus „History Paintings“ recherchierte sie den Ursprung der Pigmente, wann sie zum ersten Mal auftauchten und / oder zum Einsatz kamen. Daher wird ihre Arbeit „History Painting. Red“ (2016) ein Schlüsselwerk der Ausstellung sein, die mit sechzehn künstlerischen Posi- tionen auch die bisher umfangreichste in meinen Galerieräumen ist.

Besonders freue ich mich auf die von Dr. Georg Kremer erarbeitete Zusammenstellung von Gläschen mit 50 Rot-Pigmenten, die wir in der Ausstellung präsentieren dürfen. Ihm sei schon jetzt ein herzliches Dankeschön gesagt. 

Ich lade Sie also ein mit uns einzutauchen in die Faszination der Farbe Rot, die die Galerie für sechs Wochen in einem wahren Sinnesrausch erstrahlen lassen wird. 

Renate Bender
München im April 2016

 

FIFTY SHADES OF RED

That Goethe, in his book “Theory of Colors”, elevated red to “the highest of all colors...” explains only in part the fascination that this color holds. A red signal attracts our attention, whether as a traffic warning or as a sign of ripeness in nature. Respect is extended to those who are given a red carpet reception and to those dressed in precious purple garments. Is red really the oldest known color designation? Does our eye react to red in a particularly sensitive manner? Does everyone associate red with blood and fire or love, lust and passion? Many of these questions can be answered with yes and yet how we actually react to this dominant color - both physically and mentally - depends on our own personal feelings. 

Once again it was the glasses filled with Kremer pigments – with their incredible variety of red tones, awakening awe for the wonders of color and its use in art – which led to the idea for the exhibition “Fifty Shades of Red.” After the first “Red” exhibition in 2008, in the old premises in Schwabing, the topic would not let go of me. Many of my artists are true pigment experts, and for every one of their pictures they create – again and again – new color combinations and techniques. Or they investigate, in a virtually scientific manner, the origin of color and pigment, as does, for example, the British painter Maria Lalic ́. For her cycle “History Paintings” she carried out extensive research on the origin of pigments – when they first appeared or were first used. This is why her work “History Painting. Red” (2016) occupies a central position in our exhibition, which with the presentation of 16 different artistic approaches is to date the most comprehensive in my gallery.

I look forward in particular to the glasses of 50 red pigments that will be shown in the exhibition. For the preparation of the pigments my sincere thanks are extended in advance to Dr. Georg Kremer. 

Let me invite you to join us as we im- merse ourselves in the fascination of the color red, which for six weeks will bathe the Gallery in its splendor. 

Renate Bender Munich, April 2016 

 

Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht "Fifty Shades of Red", Galerie Renate Bender, München


Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht "Fifty Shades of Red", Galerie Renate Bender, München

 

Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht "Fifty Shades of Red", Galerie Renate Bender, München


Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht "Fifty Shades of Red", Galerie Renate Bender, München


Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht "Fifty Shades of Red", Galerie Renate Bender, München


Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht "Fifty Shades of Red", Galerie Renate Bender, München

 

mehr zu den Künstlern:

 

BENDER TALK #2

Bender Talk: Fifty Shades of Red - kit Dr. Georg Kremer

Mehr Fotos von der Veranstaltung finden Sie auch auf unserer Facebook-Seite, auch ohne Anmeldung einsehbar.

 

Unsere neue Veranstaltungsreihe Bender Talk versammelt Experten verschiedenster Fachgebiete ebenso wie Künstler zum gemeinsamen Gespräch in der Galerie.

"Fifty Shades of Red - von Azaleenrot bis Zinnober"

Der Vortrag von Dr. Georg Kremer fand am 2. Juni 2016 im Kontext zur aktuellen Ausstellung "Fifty Shades of Red" statt.

 
Wieder einmal waren es die Pigment-gefüllten Gläschen von Kremer-Pigmente, die in ihrer unglaublichen Vielfalt an Rottönen geradezu Ehrfurcht erwecken vor dem Wunder Farbe und ihrem Umgang in der Kunst, die Pate standen für die Ausstellung „Fifty Shades of Red“.
Eine von Dr. Georg Kremer erarbeitete Zusammenstellung von Gläschen mit 50 Rot-Pigmenten wird in der Ausstellung präsentiert und die Besucher erfuhren an diesem Abend mehr über den Ursprung und die Herkunft dieser speziellen Pigmente.

Kremer Pigmente ist ein auf die Herstellung historischer Farbpigmente spezialisierter Betrieb. Bei deren Herstellung werden vor allem natürlich vorkommende Rohstoffe wie Erden, Mineralien oder Pflanzen verwendet und nach alten, zum Teil aus dem Mittelalter stammenden Rezepten verarbeitet. Am Hauptsitz des Unternehmens in Aichstetten ist eine eigene Farbmühle in Betrieb – Kremer gehört zu den letzten Herstellern von Kleinmengen seltener Pigmente aus Eigenproduktion.

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