FarbeLicht - LichtFarbe

Dem Licht auf der Spur

FarbeLicht - LichtFarbe. Dem Licht auf der Spur

Hellmut Bruch · Victoria Coeln · Inge Dick · Rosa M Hessling · Siegfried Kreitner
François Morellet ·  Jan van Munster · Nadine Poulain · Regine Schumann  · Thomas Wunsch

 

Ausstellungsdauer vom 19. Mai bis 1. Juli 2017
Duration of the show from May 19th to July 1st, 2017

 

Mit zehn sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionenaus dem Bereich der reduzierten, minimalistischen zeitgenössischen Kunst zeigt diese Ausstellung auf, welch breites Spektrum das Thema „Licht“ in der bildenden Kunst heute einnimmt.
Wir präsentieren Arbeiten, die sich, neben dem realen Einsatz einer Lichtquelle im Kontext des Kunstwerks, vor allem mit filmischen und fotografischen Medien auseinandersetzen, was zu besonders experimentellen Ansätzen führt. Aber auch spezielle Materialien und deren Funktion machen sich die KünstlerInnen zunutze, wie z.B. fluoreszierendes Acrylglas, das ganz ohne „Strom“ zum Strahlen gelangt. Und nicht zu vergessen die Malerei, die es ohne Licht nicht gäbe.

Die von Renate Bender konzipierte Ausstellung ist nach der Station im Neuen Kunstverein Aschaffenburg nun mit verändertem Raumkonzept in der Galerie in München zu sehen.

 
With ten very different artistic positions from the domain of reductionist and minimalist contemporary art, this exhibition explores the wide spectrum that light plays as a theme in the visual arts today.
This exhibition shows works by artists, who, in addition to using a real light source in the context of their artwork, investigate the opportunities of film and photographic media, which has led to especially experimental approaches. The works also take advantage of special materials and their features, for example fluorescent acrylic glass, which sends out beams of light “without electricity.” And, of course, the exhibition includes painting, which would not exist without light.

After its first venue at the Neuer Kunstverein Aschaffenburg, the exhibition will be shown now with a different spatial concept in my Gallery in Munich.
 
 
 
 

Ausstellungsansicht / Installation view
Ausstellungsansicht / Installation view "FarbeLicht - LichtFarbe", Galerie Renate Bender, München 
 
Ausstellungsansicht / Installation view
Ausstellungsansicht / Installation view "FarbeLicht - LichtFarbe", Galerie Renate Bender, München 
 

Ausstellungsansicht / Installation view
Ausstellungsansicht / Installation view "FarbeLicht - LichtFarbe", Galerie Renate Bender, München

 
 

Hellmut Bruch, “Prismenprogression” – 2003, Acrylglas farblos / Acrylic glass, acromatic, 98 x 26 cm

Hellmut Bruch, “Prismenprogression” – 2003, Acrylglas farblos / Acrylic glass, acromatic, 98 x 26 cm
 

Hellmut Bruch

Hellmut Bruch wurde 1936 in Hall / Tirol geboren, wo er lebt und arbeitet.
 
Im Zentrum der Arbeiten Hellmut Bruchs stehen das Licht und Proportionen, die sich auf Naturgesetzlichkeiten beziehen und in „offenen Formen“ Gestalt annehmen. Edelstahl und transparentes sowie auch farbiges, fluoreszierendes Acrylglas sind seine bevorzugten Materialien. Die Arbeiten beziehen sich auf das Licht als „offenes Medium“, auf die Gravitation und auf die Fibonacci-Folge bzw. auf den Goldenen Schnitt. In der Ausstellung werden vorwiegend Skulpturen aus farblosem transparenten Acrylglas gezeigt, die sich ganz dem Wechselspiel von Material und Licht widmen. Anders beim fluoreszierenden Acrylglas: dort, wo der Künstler das Material bearbeitet hat, bündelt das lichtsammelnde Acrylglas die Strahlen und lenkt sie so in klare, geometrische und leuchtende Bahnen.
 
Hellmut Bruch was born in 1936 in Hall / Tyrol, Austria, where he lives and works.
 
The central themes of Hellmut Bruch’s work are light and proportions, elements that refer to natural laws and take shape in “open forms”. Stainless steel and transparent as well as colored fluorescent acrylic glass are his preferred materials. His works reference gravitation, the Fibonacci sequence or the Golden Ratio, and light as an “open” medium. The exhibition presents mainly sculptures made of colorless transparent acrylic glass which focus on the interplay of material and light. Where the artist has worked the colorless material, the light-collecting acrylic glass – in contrast to fluorescent acrylic glass – bundles the rays, creating clear geometric and luminous paths.
 

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Victoria Coeln, „LICHTZEIT I“ – 2000, 12 Fotogramme: Mehrfachbelichtung durch manuell beschichtete RGB-Filter, Unikate, je 70 x 92 cm / 12 photograms: multiple exposures, using manually coated RGB filters, Fujicolor Chrystal Archive, unique pieces, each 70 x 92 cm

 

Victoria Coeln

Victoria Coeln wurde 1962 in Wien, Österreich geboren, wo sie lebt und arbeitet.

Die Fotogramm-Serie Lichtzeit legt bereits im Titel nahe, wie sie gelesen werden möchte, nämlich als  Belichtungsreihe, in welcher die Kausalität von Licht und Zeit demonstriert wird. Bei einer minimalen Zeit von 0,3 Sekunden lösen sich Cyan, Magenta und Yellow erstmals für unser Auge wahrnehmbar vom weißen Fond des Fotopapiers, entwickeln sich zu satten, scharf konturierten flächigen Farben um in Folge abzudunkeln und bis zu einer Belichtungszeit von 42 Sekunden mit Überstrahlungen und Unschärfen eine Raumtiefe zu suggerieren. Coeln hat dafür mit transparenten Reprolux-Farben auf drei passgenauen Glasplatten je ein rotes, ein grünes und ein blaues Feld so aufgebracht, dass diese unterschiedlich groß und zueinander verschoben sind und, in der Dunkelkammer übereinanderliegend belichtet, sowohl Weiß als auch den CMYK-Farbraum ergeben.

Lichtzeit I + II sind Schlüsselserien im Werk Coelns, die aus ihrem langjährigem Interesse für Farbenlehren (die Young-Helmholtz-Theorie, Josef Albers Interaction of Color oder die Farbenlehre von Heimo Zobernig und Ferdinand Schmatz) einerseits und frühe Versuche, Farbfotografie durch additive Farbmischung herzustellen (James Clerk Maxwell) hervorgehen, und können als Grundlagen für ihre später entstandenen Chromogramme gelten.

 

Victoria Coeln was born in 1962 in Vienna, Austria, where she lives and works.

The title of the photogram series Lichtzeit (Light Time) indicates how these works should be interpreted, namely as a bracketed series of exposures, in which the causality of light and time is demonstrated. In a minimal time of 0.3 seconds Cyan, Magenta and Yellow arise from the white of the photo paper, for the first time perceptible to the human eye. They develop into lush colors with sharply contoured surfaces, which subsequently darken and, with an exposure time of 42 seconds, create, by means of overshining and blurring, spatial depth. To do this, Coeln applied transparent Reprolux paint to three glass plates of the same size, creating three fields on each of the plates – one red, one green and one blue. Arranged at different distances to each other, the plates were superimposed on one another and exposed in the dark room. The result: white as well as CMYK-colored space.

Lichtzeit I + II are key series in Coeln’s work that arose as a result of her long-term interest in color theory (the Young-Helmholtz-Theory, Josef Albers Interaction of Color or the Farbenlehre of Heimo Zobernig and Ferdinand Schmatz) on the one hand and early efforts to create color photography by using additive color mixtures (James Clerk Maxwell), and can be seen as the basis for her later chromograms.

 

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Inge Dick, „herbst licht weiss”, 2012/21, Fujicolor Crystal Archive auf Aluminium, Acrylglas / Fujicolor Crystal Archive on aluminum, acrylic glass, 25.9.2012, 06:44:32-07:33:18, Edition v. 3,120 x 120 cm

 

INGE DICK

Inge Dick wurde 1941 in Wien geboren. Sie lebt und arbeitet in Innerschwand am Mondsee / Oberösterreich.

Mit ihren Fotoprojekten – zum Beispiel mit den großen Polaroidkameras – oder ihren innovativen Filmprojekten gehört Inge Dick zu den ausgefallenen Positionen in der zeitgenössischen experimentellen Fotografie und Filmarbeit. Die Ausstellung zeigt die in den vergangenen Jahren entstandenen Filme „herbst licht weiss”, „sommer licht weiss“, „frühlings licht weiss“ und „winter licht weiss“ sowie eine Auswahl der daraus gefertigten Stills. Alle vier Filme dokumentieren die Licht- und Farbveränderungen einer weißen Fläche, gefilmt über mehrere Tage hinweg. Die schier unglaubliche Farbigkeit des Lichts, die sich sowohl mit der Tages- als auch mit den Jahreszeiten verändert, wird dem menschlichen Auge erst durch diese Aufnahmen verdeutlicht. Aus den Filmen zieht Inge Dick individuelle Farbstreifen heraus, die dann als „Stills“ auf Fujicolor Chrystal Archive Papier ausbelichtet werden.

 

Inge Dick was born in 1941 in Vienna. She lives and works in Innerschwand at Lake Mondsee, Austria.

With her photo projects – for example using large Polaroid cameras – or her innovative film projects, Inge Dick represents one of the unusual positions in contemporary experimental photography and film work. The exhibition shows the films she has shot in the last years: “herbst licht weiss” (“autumn light white”), “sommer licht weiss” (“summer light white”), “frühlings licht weiss” (“spring light white”) and “winter licht weiss” (“winter light white”) as well as a selection of the stills made from them. All four films document the light and changes in color that occur while filming a white surface for several days. The unbelievable colorfulness of light as it changes during the course of a day or a season is made perceptible to the human eye in these works. Inge Dick extracts from her films individual strips of color that are then recorded as “stills” on Fujicolor Chrystal Archive Paper.

 

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Rosa M Hessling, “ANS LICHT V” – 2010, Pigment, Lack auf Alucobond / Pigment, lacquer on alucobond, 120 x 120 cm

Rosa M Hessling, “ANS LICHT V” – 2010, Pigment, Lack auf Alucobond / Pigment, lacquer on alucobond, 120 x 120 cm

 

ROSA M HESSLING

Rosa M Hessling wurde 1954 in Zell / Mosel geboren. Sie lebt und arbeitet in Köln.

Die Gemälde von Rosa M Hessling zeichnen sich aus durch Subtilität und Zurückhaltung und strahlen dennoch Intensität und Kraft aus. Seit geraumer Zeit beschäftigt sich die Künstlerin mit dem Phänomen der Wahrnehmung von Licht in Gestalt von Farbe. Durch den Einsatz spezieller Pigmente in Verbindung mit Lacken gelingt es ihr, farb- bzw. lichtintensive Gemälde zu generieren, die sich jedwedem Erfahrungswert verweigern. Die vielschichtige Präsenz dieser Gemälde, ihre ständige Veränderung, offenbart sich mit jedem Schritt des Schauenden davor, wie auch durch unterschiedliche Lichttemperaturen im Raum. Der Betrachter erfährt diese Metamorphosen der Bilder nur, wenn er sich auf die subtilen, schimmernden Oberflächen einlässt. Dann plötzlich bemerkt er die Farbveränderungen bis hin zum gänzlichen Wandel der Grundfarbe des Bildes.

 

Rosa M Hessling was born in 1954 in Zell / Mosel, Germany. She lives and works in Cologne, Germany.

The paintings of Rosa M Hessling are characterized by subtleness and restraint, nevertheless they radiate intenseness and power. For some time now, the artist has focused on the phenomenon of light perception as color. By using special pigments in combination with lacquer, she succeeds in creating color- and light-intense surfaces that do not conform to our experiential values. The many-layered presence of these paintings – the constant change they undergo – is revealed with every step the viewer takes before them and as light temperatures in the environment vary. This metamorphosis can only be experienced by those who engage with the subtle, mostly metallic, shimmering surfaces. Only then does the viewer notice the changing colors, which may even involve a complete alteration in the basic color of the picture.

 

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tl_files/bender/Ausstellungen/FarbeLicht Galerie/Kreitner_I 2017.jpg

Siegfried Kreitner, „I 2017“, Aluminium, 11 Neonelemente Blauentladung; 1 E-Motor 2 U/min / Aluminum, 11 neon elements, blue light discharge, 1 E-motor 2 rpm, Ø 25 cm, h 203 cm

 

SIEGFRIED KREITNER

Siegfried Kreitner wurde 1967 in Simbach am Inn geboren. Er lebt und arbeitet in München. 

Bewegung und Licht sind die bestimmenden Elemente von Kreitners vorwiegend aus Aluminium geschaffenen Skulpturen. Der von ihm selbst verwendete Ausdruck „Minimalkinetik“ bezieht sich dabei sowohl auf die geringe Geschwindigkeit der elektromotorgetriebenen beweglichen Teile als auch auf die weitgehend schmucklos gestalteten Arbeiten. In seinen neueren Werkgruppen nimmt Kreitner zunehmend auch farbige Elemente in seine Arbeiten auf. „Durch präzis gesteuerte Abläufe realisiert sich die Farbe als sichtbar gewordene Energie. Das zur Farbe destillierte Licht pulsiert und scheint drauf und dran, die materielle Hülle der Objekte virtuell zu sprengen.“
Prof. Klaus Honnef, Bonn

 

Siegfried Kreitner was born in 1967 in Simbach am Inn, Germany. He lives and works in Munich, Germany.

Movement and light are the defining elements in Kreitner’s sculptures, which are made primarily of aluminum. “Minimal kinetics”, a term the artist himself uses, references the minimal speed of the electrically powered movable parts as well as the largely unadorned design of his works. In his recent groups of sculptures Kreitner has included more and more colored elements.“Using precisely controlled procedures color is realized as energy made visible. Light distilled into color pulsates and appears to be on the verge of virtually undoing the material shell of the object.”
Prof. Klaus Honnef , Bonn

 

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François Morellet, 'Contresens n°1' - 2014 Ex. 2/3, WVZ-Nr. 14018, 133 x 274 cm 2 weiße Neonröhren und Acryl auf Leinwand auf Holz Sammlung Maximilian und Agathe Weishaupt

François Morellet, 'Contresens n°1' - 2014, Ex. 2/3, WVZ-Nr. 14018, 133 x 274 cm, 2 weiße Neonröhren und Acryl auf Leinwand auf Holz. Courtesy: Sammlung Maximilian und Agathe Weishaupt

 

FRANÇOIS MORELLET

François Morellet wurde 1926 in Cholet, Frankreich geboren und verstarb 2016 ebendort.

Das Werk des französischen Künstlers besticht durch einfache geometrische Formen, sowie die kühle Ökonomie der künstlerischen Mittel und die minutiöse Systematik, die jedem seiner Werke zugrunde liegt. Dieses jeweilige System – oft auch mathematischen Ursprungs – offenbart der Künstler dem Betrachter im Titel seiner Werke. Seine Schaffenszeit reicht von den 1950er Jahren bis zu seinem Tod 2016 und deckt so unterschiedliche Medien wie Malerei, Siebdruck, Skulptur und Objektkunst ab. Präzise Linien und Formen, ein homogener, monochromer Farbauftrag und starke Kontraste – sei es die Konfrontation von Schwarz und Weiß oder hartes, künstliches Neonlicht – kennzeichnen das Oeuvre Morellets, ebenso wie das Fehlen einer künstlerischen Handschrift. In der Neutralität seines Ausdrucks strebt der Künstler nach Objektivität und Universalität.

 

François Morellet was born in 1926 in Cholet, France where he died in 2016.

The work of the French artist captivates the eye owing to its simple geometric forms, the cool economy of its artistic means and a precise systematic approach that is the basis of every work. Each system – often of mathematical origin – is revealed to the viewer in the title of his works. His artistic activity, which began in the 1950s and ended with his death in 2016, encompasses a wide variety of media, including painting, screen printing, sculpture, as well as light and object art. Precise lines and forms, a homogeneous, monochrome application of color and strong contrasts – whether the confrontation of black and white or hard, artificial neon light – characterize his oeuvre as well as the lack of an artistic signature. In the neutrality of expression, the artist’s aim was to achieve objectivity and universality.

 

 

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Jan van Munster, „Brainwave (Ratio)“ – 2016, Blaues und grünes Glas, Argon, Transformatoren, Maße variierend / Blue and green glass, argon, transformers; varying dimensions, Ausstellungsansicht / Exhibition view „Snapshot of a Lager Order“ (de Ketelfactory), 2016, Noletloodsen Schiedam, NL

 

JAN VAN MUNSTER

Jan van Munster wurde 1939 in Gorinchem, Niederlande geboren. Er lebt und arbeitet in Oost-Souburg, Niederlande.

Jan van Munsters Thema ist die Energie: Temperatur, Magnetismus, Radioaktivität und Elektrizität sind Ausgangspunkt für viele Werke, womit er das Unsichtbare sichtbar macht. Seine Arbeiten sind an zahlreichen Orten im In- und Ausland zu sehen und Teil vieler (inter-)nationaler Kunstsammlungen. Jan van Munster ist zudem Begründer und Urheber des Konzeptes der Stiftung IK, die talentierten Künstlern eine Plattform bietet. „Mein Werk handelt von Energien, von Zeit und Raum worin Gegensätze: Licht und Dunkel, Wärme und Kälte, Hass und Liebe, Anziehen und Abstossen, Lärm und Stille gegeben sind.“ In der Ausstellung wird u.a. die wandgreifende Installation „Ratio“ von 2008/2014 gezeigt.

 

Jan van Munster was born in 1939 in Gorinchem, Netherlands. He lives and works in Oost-Souburg, Netherlands.

Jan van Munster’s subject matter is energy: temperature, magnetism, radioactivity and electricity are the points of departure for many works that make the invisible visible. His work can be seen in many locations in the Netherlands and abroad, and is included in (inter)national collections. Jan van Munster is founder and creator of the IK Foundation that offers a platform for talented artists. ‘My works are about energies, about time and space, in which opposing elements such as light and dark, heat and cold, attraction and repulsion, noise and silence are givens.’ Among other works by the artist, this exhibition will show the wall-encompassing installation Ratio (2008/2014).

 

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Nadine Poulain, „Nocturne“ – 2014, 10.57 min, HD Video, Stereo Sound

 

NADINE POULAIN

Nadine Poulain wurde 1981 in Berlin geboren, wo sie lebt und arbeitet.

Nadine Poulains Schwarz-Weiß reduzierte Film- und Fotoarbeiten sind das Produkt digital manipulierter Aufnahmen von Naturphänomenen. Durch Methoden wie Überlagerung, Verzerrung, Rotation und Wiederholung sowie durch Veränderung der Licht- und Kontrastverhältnisse entsteht eine eigenständige, teils formale, teils an die Malerei anmutende Bildsprache. Die Fotoserie „Hikari” (japanisch für Licht) sowie die Filme „Prelude“ und „Nocturne“ beschäftigen sich in unterschiedlicher Weise mit der Reflexion von Sonnenlicht auf Wasseroberflächen. Während „Hikari” und „Prelude“ auf eher stillen Gewässern entstanden sind, zeigt „Nocturne“ in fließenden Übergängen Nahaufnahmen eines Wasserfalls. Beide Filme werden von einem minimalen, jedoch emotional aufgeladenen, dunklen Klangteppich begleitet.

 

Nadine Poulain was born in 1981 in Berlin, where she lives and works.

Nadine Poulain’s black-and-white images are produced by digitally manipulating film and photos of natural phenomenon. Using methods such as overlay, distortion, rotation and repetition as well as changing the relationship between light and contrast, she creates her own unique pictorial language – partially formal and partially reminiscent of painting.The photo series “Hikari” (Japanese for light) as well as the films “Prelude” and “Nocturne” deal in different ways with the reflection of sun light on water surfaces. Whereas “Hikari” and Prelude show nearly still bodies of water, “Nocturne” records, in flowing transitional close-ups, a waterfall. Both films are accompanied by a minimalist – yet emotionally charged – dark soundscape.

 

 

color satin and transparent karlsruhe, 2016 Acrylglas, fluoreszierend 70 x 7 x 15 cm, 12-teilig

Regine Schumann, "color satin and transparent karlsruhe" - 2016, Acrylglas fluoreszierend / Acrylic glass fluorescent, 12-tlg. / 12 pcs., Schwarzlichtansicht / Photographed under blacklight, je / each 70 x 7 x 15 cm

 

REGINE SCHUMANN

Regine Schumann wurde 1961 in Goslar geboren. Sie lebt und arbeitet in Köln.

Farbiges und fluoreszierenden Acrylglas spielt in Regine Schumanns Werk seit über 20 Jahren eine wichtige Rolle. Dieser von der Künstlerin verwendete Werkstoff leuchtet, sobald ihm Lichtenergie zugeführt wird – sei es in Form von natürlichem Tageslicht oder von Kunstlicht. Durch die unterschiedlich farbigen Platten ergibt sich je nach Standort ein Durchleuchten, Schichten, Mischen und Selektieren. Es sind diese schwer benennbaren, sich ständig verändernden Wirkungen des Lichtes, die Schumann bei ihren Installationen und Werken thematisiert. Schwerpunkt bei ihren Rauminstallationen ist die Erweiterung der vorhandenen Architektur und damit Gestaltung von „Raumtemperaturen“: Der Einbezug bildhauerischer Prinzipien ist charakteristisch für die Arbeit Schumanns und führt das Denken in Farben und Farbebenen in eine räumlich erfahrbare Plastizität über.

 

Regine Schumann was born in 1961 in Goslar. She lives and works in Cologne, Germany.

Colored and fluorescent acrylic glass has played a major role in the work of Regine Schumann for more than twenty years. This material begins to light up as soon as it is supplied with light energy – whether it be in the form of natural day light or artificial light. Depending on their placement, the variously colored plates create a variety of effects: glowing, layering, mixing and selecting. It is these continuously changing – not easily described – effects of the light that are the themes of Schumann’s installations and works. In her spatial installations, she places the emphasis on the extension of the given architecture and thus on the creation of “room temperatures.” That she includes sculptural principles is characteristic for Schumann’s work, which transforms thinking in colors and color spaces into a plasticity which can be experienced spatially.

 

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tl_files/bender/Ausstellungen/FarbeLicht Galerie/Wunsch_Untitled_2016.jpg

Thomas Wunsch, Untitled – 2016, Lambda Print auf Aludibond / Lambda print on aludibond, 100 x 100 cm, Edition 6 + 1 ap

 

THOMAS WUNSCH

Thomas Wunsch wurde 1957 in Wiesbaden geboren, wo er lebt und arbeitet.

Die Fotografien von Thomas Wunsch sind ein Vorstoß in das Reich der Gestik, das zuvor dem Medium der Malerei vorbehalten war. Sie sind ein Geflecht aus Farbflüssen, Passagen und Verzahnungen wider den klassischen fotografischen Themenkanon. Durch die verschwimmenden Konturen, den fehlenden Bezugsrahmen und das Schattenspiel des Lichtes wird man in einen Bereich hineingezogen, der nicht mehr zu fassen und zu definieren ist. Bei diesen Fotografien steht der Betrachter im Mittelpunkt, wobei das Fehlen jeglicher Anhaltspunkte für das, was fotografiert wurde, eine Menge Spielraum für Interpretationen zulässt. Und so unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich fallen diese Interpretationen auch aus. Jeder Betrachter sieht in diesen Fotos etwas Anderes. Auch das macht ihren Reiz aus und ist ein wichtiger Teil des fotografischen Konzeptes von Thomas Wunsch.

 

Thomas Wunsch was born in 1957 in Wiesbaden, Germany, where he lives and works.

The photos of Thomas Wunsch are an excursion into the domain of gestures, which previously was reserved for the painting medium. His works are characterized by an intertwining of flowing colors, passages and interlinking that defy the classical photographic canon of themes. The blurred contours, the missing references and the shadowy play of light draw the viewer into a realm that can no longer be grasped and defined. The viewer is of central importance for these photos and the lack of any reference for what was photographed leaves considerable leeway for interpretation. And as different as people are, so, too, are their interpretations. Every viewer sees something different in these photos – which contributes to their appeal and is an important part of Wunsch’s photographic concept.

 

 

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