Ecken und Kanten - Edges and Ridges

Ecken und Kanten - Edges and Ridges

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Till Augustin | Horst Linn | Gert Riel | Heiner Thiel | Jeremy Thomas | Peter Weber | Martin Willing.

Vernissage am Donnerstag, 11. Januar von 19 bis 21 Uhr
Matinee am Samstag, 13. Januar von 11 bis 15 Uhr

tl_files/bender/images/iconPDF.gifFlyer PDF - Ecken und Kanten - Edges and Ridges

 

Ausstellungsdauer vom 12. Januar bis 3. März 2018
Duration of the show from January 12th to March 3rd, 2018

 

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Till Augustin, Gordische Knoten „GK 17-1“ und „GK 17-2“ – 2017 Stahlseile feuerverzinkt, gesägt, geschliffen, patiniert, 40 x 40 x 40 cm

 

Till Augustin

Till Augustin wurde 1951 nahe Starnberg in Bayern geboren. Er lebt und arbeitet in Nürnberg.

Der Nürnberger Bildhauer schafft neben seinen Arbeiten aus Verbund-glasblöcken auch Skulpturen aus oft armdicken Stahlseilen. Im aufwendigen Prozess der Feuerverzinkung werden diese starr und absolut unbeweglich. Vorher gibt der Künstler ihnen jedoch eine bestimmte Form.
Er schichtet sie übereinander, verflicht sie oder rollt sie auf. Ihre letztendliche Gestaltung erfahren sie dann durch den letzten Bearbeitungsschritt mit der Säge. In der Werkreihe „Der Gordische Knoten“ werden die Stahlseile ineinander verschlungen und nach ihrer Erstarrung dann zu einem exakten Kubus geschnitten: eine Knotenlösung ganz nach alexandrinischem Vorbild.

Till Augustin was born in 1951 near Starnberg/Bavaria, Germany.

He lives and works in Nuremberg, Germany. In addition to his laminated glass blocks. Till Augustin also produces sculptures made of thick steel ropes. In a complex process the ropes are galvanized, making them stiff and absolutely rigid. Before this process, however, the artist assembles the ropes to create a specific form: he layers them one above the other, twists or rolls them up. Their final shape is achieved after the ropes are cut through with a saw. In the series “The Gordian Knot” arm-thick steel rope is intertwined, stiffened by galvanization and then cut into an exact cube: a knot untied as if by Alexander himself. 

 

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Horst Linn, Wand-Kontakt II – 2005 Stahl, Acryl, 23 x 70 x 8 cm 

 

Horst Linn

Horst Linn wurde 1936 in Friedrichsthal/Saar geboren. Er lebt und arbeitet in Dortmund.

Die zumeist gekanteten Faltungen des Bildhauers Horst Linn unterliegen strengen konkret-konstruktiven Gesetzmäßigkeiten. Ob nun die frühen Wellblech-Faltungen oder die jüngeren Wandreliefs aus gefaltetem Aluminium oder Stahlblech, zumeist lackiert – alle Arbeiten sind dem Vorsatz „weniger ist mehr” verpflichtet und erfüllen so die große Forderung eines Mies van der Rohe.
Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten fordern zusätzlich den Betrachter auf, durch den Wechsel der Blickrichtung verschiedene Ansichten des gleichen Objekts zu erfahren. Das Spiel mit der Kantung oder Faltung eröffnet imaginäre Wahrnehmungen der Perspektive.

Horst Linn was born in 1936 in Friedrichsthal/Saar, Germany. He lives and works in Dortmund, Germany.

The usually canted folds of the sculptor’s work follow strict Concrete-Constructivist laws. Whether the early folds of corrugated sheet iron or the later wall reliefs made of folded aluminum or sheet metal, most often lacquered – all his works are based on the principle “less is more”, fulfilling the demands of a Mies van der Rohe.
Additionally, the works displayed in the exhibition prompt the viewer to change his vantage point, thereby experiencing different views of the same object. The artist’s play with canting or folding opens up imaginary perceptions of perspective. 

 

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Gert Riel, Veränderung – 2016, Lack auf Aluminium, 54 x 54 x 16 cm 

 

Gert Riel

Gert Riel wurde 1941 in Prien am Chiemsee geboren. Er lebt und arbeitet in Remshalden.

Gert Riels Faszination zum Metall rührt von dessen Festigkeit bei gleich- zeitiger Elastizität. Metall kann immer wieder neu verformt und verändert werden. Auf diese Eigenschaft und auf eine elementare Formensprache, die von der Konkreten Kunst und der Minimal Art geprägt ist, konzentrieren sich Gert Riels Werke. Unter dem Begriff „Veränderung”, welcher ihn seit Jahrzehnten begleitet, sowohl bei seinen Stahl- als auch bei seinen Aluminiumarbeiten, lässt sich sein ganzes künstlerisches Schaffen subsummieren. Seit 2008 lackiert er seine Aluminiumarbeiten, von denen viele wandgebunden sind. Es entstehen in den gewölbten und zumeist hochglanzlackierten Oberflächen des Materials Spiegelungen, die ihre Umgebung einfangen.

Gert Riel was born in 1941 in Prien am Chiemsee, Germany. He lives and works in Remshalden, Germany.

Gert Riel’s fascination with metal arose because of its combined strength and elasticity. Metal can be repeatedly reworked and changed. Gert Riel focuses on this characteristic and on an elementary formal language that was influenced by Concrete Art and Minimalism. The term “change”, which for decades has been associated with his steel as well as his aluminium works, can be applied to his entire artistic oeuvre. Since 2008 he has been lacquering his aluminium pieces, many of which are attached to the wall. Their curved and mostly glossy lacquered surfaces create reflections that capture the surroundings. 

 

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Heiner Thiel, Ohne Titel WVZ658 – 2017 Aluminium eloxiert, 66 x 65 x 14 cm 

 

Heiner Thiel

Heiner Thiel wurde 1957 in Bernkastel-Kues geboren. Er lebt und arbeitet in Wiesbaden.

Die Wahrnehmung von Form und Farbe steht im Zentrum der konkav geschwungenen Metallbleche von Heiner Thiel. Form und Materialität des Metallkörpers schaffen in der Synthese mit der in intensiven Farben eloxierten Farbfläche einen Bildraum, der durch eine veränderte Betrachterperspektive beweglich wird, sich aus seinen geometrischen Grenzen zu lösen und sich in seiner optischen Erscheinung zu verändern scheint. Lichtsituation, Farbigkeit und Geometrie der metallenen Skulptur verbinden sich zu einem sich transformierenden Wechselspiel der Wahrnehmungen.

Heiner Thiel was born in 1957 in Bernkastel-Kues, Germany. He lives and works in Wiesbaden, Germany.

The perception of form and color is the focus of Heiner Thiel’s concave sheet metal sculpture. The form and materiality of the metal generate, together with the intense colors of the anodized surface, a pictorial space which, as the viewer moves, is set in motion. The sculpture appears to free itself from its geometric borders and thus change its appearance. The surrounding light, color and geometry of the metal sculpture join forces to create this interplay of transformational perception. 

 

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Jeremy Thomas, Linda Pink – 2017, Kalt gewälzter Stahl, Urethan, 25,4 x 25,4 x 20,3 cm 

 

Jeremy Thomas

Jeremy Thomas wurde 1973 in Ohio, USA geboren. Er lebt und arbeitet in Española, NM, USA.

Der amerikanische Künstler schweißt Stahlplatten aneinander, die dann in der Esse geschmiedet und mit hohem Druck mit Pressluft expandiert werden. Es entstehen so amorphe Gebilde, die mit typischen Bau- und Landmaschinen-Farben pulverbeschichtet werden. Seit einiger Zeit verwendet er auch irisierende Lacke, welche unter anderem in der Kosmetikindustrie Verwendung finden, und Acryl- oder Urethanverbindungen. Kontrastiert werden die glänzenden industriellen Lacke durch die an jeweils einer der Seiten seiner Skulpturen aufgetragene Rostpatina. Immer komplexer werden seine Formen durch farbig kontrastierende Einkerbungen ins Innere seiner jüngsten Skulpturen.

Jeremy Thomas was born in 1973 in Ohio, USA. He lives and works in Española, NM, USA.

The American artist welds together pieces of plate steel, which are then forged and expanded using pressurized air. The resulting amorphous forms are coated with synthetic powder to create a glossy surface in colors characteristic of machinery. For some time now he has also been applying iridescent lacquers that are found, for example, in cosmetic products like nail polish, and acrylic or urethane paints. Thomas contrasts these shiny industrial lacquers on one side of his sculptures with an oxidized patina. The overall shapes have become increasingly complex as their color-contrasting folds and recesses extend into the interior of his most recent sculptures. 

 

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Peter Weber, 3 x IN AND OUT – 2017, Stahl gefaltet, lackiert, Edition von 3, ca. 130 x 170 cm 

 

Peter Weber

Peter Weber wurde 1944 in Kollmar/Elbe geboren. Er lebt und arbeitet bei München.

Schon die frühen, aus starkem Karton oder Kunststoff (PE) gestalteten Objekte waren für Peter Weber Vorstudien für Metallskulpturen, von denen die ersten bereits in den späten 1990er Jahren realisiert wurden. Nach einer Reihe von Skulpturen aus V4A-Stahl entstanden ab 2014 auch Arbeiten aus Corten-Stahl, welche abhängig vom Betrachterstandpunkt starken Veränderungscharakter aufweisen. Mit einer speziellen Lasertechnik gefertigte Arbeiten aus jüngster Zeit lassen neue Möglichkeiten der Gestaltung zu. Das aktuelle Wandrelief „3 x IN AND OUT” ist somit Beginn einer neuen Werkrei

Peter Weber was born in 1944 in Kollmar on the Elbe, Germany. He lives and works near Munich, Germany.

Already Peter Weber’s early objects made of cardboard or plastic (PE) served as studies for metal sculptures, of which the earliest were executed in the late 1990s. Following a series of sculptures using V4A stainless steel, Weber has been creating, since 2014, works of Corten steel which are characterized by their changing structural appearance, depending upon the viewer’s vantage point. Using a special laser technique, he has developed new possibilities for shaping his most recent work. Thus his current wall relief, “3 x IN AND OUT“, marks the beginning of a new groups of works. 

 

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tl_files/bender/Ausstellungen/Ecken und Kanten 2018/Slideshow/Willing_2017-01 Bewegte flaeche, horizontal_Doppelbelichtung_bearb.jpg

Martin Willing, Bewegte Fläche, horizontal – 2017, Titan, wasserstrahlgeschnitten, vorgespannt auf justierbarer Titan-Platte, Ex. 2/10, 23 x 36 x 36 cm 

 

Martin Willing

Martin Willing wurde 1958 in Bocholt geboren. Er lebt und arbeitet in Köln.

Martin Willing verleiht seinen Metallskulpturen durch das ihnen innewoh- nende Schwingungsvermögen eine unvermutete Leichtigkeit. Die Beweglichkeit seiner Skulpturen entsteht nicht durch Scharniere und Gelenke, sondern durch Schwingung in der Tiefe des Materials. Mit Hilfe der von ihm erstmals in der Metallbildhauerei angewandten Technik des Vorspannens kann Willing Skulpturen scheinbar schwerelos in den Raum „spannen“. Der Betrachter selbst initiiert durch achtsames Anstoßen die Bewegung seiner Kunstwerke. Eine Dramaturgie der Bewegung lässt ihn die Werke vom Ruhezustand bis hin zu kalkuliertem Chaos und beim Zurückschwingen in die geometrische Form erleben.

Martin Willing was born in 1958 in Bocholt, Germany. He lives and works in Cologne, Germany.

Martin Willing uses the inherent ability of metal to oscillate, which gives his sculptures an unexpected lightness. The flexibility of his work is not created by hinges and joints but by oscillation deep in the material. With the technique of prestressing, used for the first time in metal sculpture, Willing is able to “span” his work into the surrounding space, rendering it seemingly weightless. The viewer himself initiates the movement of his art works through cautious contact. In his sculpture the dramaturgy of movement can be experienced from the resting state to calculated chaos and the return oscillation into the geometric form. 

 

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